Lesung mit Michael Riepl: „Ferne Heimat Altmontal. Das Leben meiner Großmutter zwischen Schwarzem Meer und Kaukasus“
Michael Riepl erzählt in seinem bewegenden Buch die Lebensgeschichte seiner Großmutter Hedwig Krämer, die 1919 in einem deutschen Dorf am Schwarzen Meer geboren wird und Hunger, Verfolgung und Krieg erlebt. Ihre Erinnerungen führen von der Kindheit in Altmontal über den Kaukasus und die Ukraine bis zur Flucht nach Bayern im Zweiten Weltkrieg. Jahre später entdeckt Riepl die Aufzeichnungen seiner Großmutter, zu einem Zeitpunkt, als er selbst bereits beschlossen hat, für eine Hilfsorganisation in die Ukraine zu gehen. Erst dabei erfährt er von der Herkunft seiner Familie und beginnt, die Geschichte seiner Großmutter mit seinen eigenen Erfahrungen in der Ukraine und im Kaukasus zu verbinden.
So entsteht eine fesselnde Erzählung über Heimat, Verlust, Mut und Menschlichkeit, die zugleich eine eindringliche Verbindung zur Gegenwart herstellt.
Im anschließenden Gespräch gibt Michael Riepl Einblicke in die Entstehung des Buches und erzählt von den persönlichen und historischen Hintergründen seiner Geschichte.
Der Autor ist Jurist und Schriftsteller, forscht an der Akademie für Europäischen Menschenrechtsschutz in Köln zum Völkerrecht und zu Osteuropa. Für das Internationale Rote Kreuz hat er sich vier Jahre lang in der Ukraine, Armenien und der Demokratischen Republik Kongo um Kriegsgefangene, Vermisstensuche und Hilfslieferungen gekümmert. Er lebt mit seiner Familie in Armenien.